Nach Krieg und Flucht kamen meine Mutter und ich (Eva) bei einem älteren, kinderlosen Ehepaar unter. Sie betrieben eine kleine Schusterwerkstatt und hatten Karnickel, Tauben und einen Hund - meine vielgeliebte "Cilly".


Mit diesem Hund spielte ich viel, er wurde in den ersten Puppenwagen gepackt, genau wie auch die jungen Karnickel und wurde Gassi gefahren. Er ließ sich alles gefallen; selbst als er auf zwei Beinen, rechts und links meine Freundin und ich, laufen lernen sollte, war er weder störrisch noch gar böse. Im Nachbarhaus wohnte ein weißer Spitz, der ständig bellte und die Besitzerin des Zeitungskiosk`s hatte einen winzigen, aber total giftigen Rehpinscher. Das Cilly ein Terrier-Mix war, habe ich erst viel später begriffen, aber meine Liebe zu Terriern war in meinem 5. Lebensjahr geboren.

Cilly wurde gekämmt und gewaschen und ersetzte mir die Puppe im Puppenwagen.
Es sollten aber noch Jahre vergehen, bis ich einen eigenen Hund hatte.
1993 hatten wir ein eigenes Haus auf einem großen Grundstück auf dem Lande. Über meine damalige Arbeit lernten wir Leute kennen, die zwei kleine Hundemädchen (Mix aus Dackel - Cocker Spaniel ) verkaufen wollten. Wir nahmen ein süßes, schwarzes Wollknäuel mit und tauften es "Bessi".
Bessi war eine ganz "Liebe", mit nur einem kleinen bisschen Dackel-Sturheit eroberte sie unsere Herzen.

10 Jahre war Bessi alt, als ein Tumor in der Gesäugeleiste festgestellt wurde. Sie wurde operiert und wir begannen Ausschau nach einem neuen Hund zu halten. Wir fuhren zur Welthunde-Ausstellung nach Dortmund und blieben am Ring beim Richten der Australian - Terrier hängen. Mein Mann sagte "so einen oder keinen" und ich "aber eine Hündin", denn wir hatten Bessi nicht sterilisieren lassen. Nach einiger Wartezeit hatten wir endlich das Glück aus der "Dorica`s Zucht" die Hündin Dorica`s Gracia Patricia zu bekommen.
Gracia war ein Energiebündel und siehe da unsere alte Bessi erholte sich zusehends und wurde wieder jung. Ich trat in den Klub für Terrier ein und habe dort viele gute Hinweise bekommen. Immer wieder wurde ich animiert, doch diesen schönen Hund auszustellen.

Das taten wir und erhielten viele ausgezeichnete Bewertungen ( siehe auch "Unsere Hunde")
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Und so war es dann nicht mehr weit, bis zur eigenen Zucht. Zu dem Zwingernamen "vom Moischenstein" kamen wir durch den wirklich existenten Moischenstein, der seit Jahrhunderten die Grenze zwischen Mecklenburg und Vorpommern am Saaler Bodden markiert.